Kona 2017 – Die IRONMAN World Championship ist jetzt Geschichte und was für ein Rennen haben wir gesehen:

 

Josh Amberger, der das Rennen am Anfang im Stile einer Olympischen Distanz geprägt hat. Einen Weltmeister Jan Frodeno, welcher sich wie ein wahrer Weltmeister, ehrenhaft gegenüber allen Teilnehmern verhalten und sich durch den Laufpart gekämpft hat. Cameron Wurf der sich durch eine super Radleistung den bisherigen Rekord von Norman Stadler für den Bike Split geholt hat und das trotz nicht bis zum Ende ausgereiztem Aero-Optimierungs-Potential. Ein Sebastian Kienle, der sich mit Lionel Sanders ein Wahnsinnsrennen geliefert hat. Lionel, welcher selber der Welt beherzt gezeigt hat, dass diejenigen, die ihn nicht auf der Rechnung hatten einen großen Fehler gemacht haben. Und last but not least, das Rennen der Läufer mit einem Patrick Lange, der sich mit einer perfekten Sitzposition, einem tiefstapelnden Coach Faris Al-Sultan und einem abschließenden Wahnsinns Marathon verdient die Krone aufsetzen ließ. Zudem hat er es aber auch noch geschafft, nach dem Streckenrekord des Laufens aus dem letzten Jahr, den Gesamt Streckenrekord diesen Jahres noch näher an die magische 8 Stundenmarke zu bringen. Das alles macht Freude auf nächstes Jahr, also „rein hauen“ Frodo, Patrick, Sebi, Lionel und Co.

 

Auf www.tririg.com findest du eine Bilderserie des Rennens.

 

Hier ist unsere Meinung zu einigen Athleten, immer unter der Prämisse, dass wir uns über Profiathleten unterhalten, welche ihre Positionen u.a. auf der Bahn, im Windkanal oder auch mit unserem aeroTEST optimieren:

 

Patrick Lange, unterwegs auf einem Canyon Speedmax: Nahezu auf jeden Bild sieht man den sehr guten Abschluss seines Ekoi Helmes mit seinem Oberkörper. Patrick ist unserer Meinung nach ein Musterbeispiel für eine gute, aerodynamische Sitzposition.

 

Jan Frodeno, unterwegs auf einem Canyon Speedmax: Frodo hatte einen personalisierten Oakley Helm, welcher perfekt auf seine Sitzposition abgestimmt wurde und nahtlos mit seinem Oberkörper abschließt.

 

Sebastian Kienle, unterwegs auf einem Scott Plasma 5: Wie im letzten Jahr entschied sich Sebastian für einen Aero-Straßenhelm (siehe auch Teil 3 unserer Kona Athleten Blogserie).

 

Ben Hoffmann, auf einem Specialized Shiv: Bei Ben hatten wir in unserer Athleten Blogserie für letztes Jahr bereits einen sehr guten CdA-Wert berechnet. Auch in diesem Jahr müsste er in diesem Bereich liegen.

 

Timothy O’Donnel, unterwegs auf einem Trek Speedconcept: Timothy wählte einen aerodynamischen Straßenhelm als Kompromiss zwischen Aerodynamik und Belüftung. Auffallend ist bei ihm die hohe Kopfposition, welche einen großen Einfluss auf den CdA-Wert hat.

 

Frederik van Lierde, auf einem Cervelo P5x: Frederik entschied sich für einen ärmellosen Triathlon Einteiler und einen Aerohelm, welcher auf den Bildern nicht mit seinem Oberkörper abschließt. Bei unseren aeroTESTs wirkte sich dies in 4 von 5 Fällen negativ auf den CdA-Wert aus.

 

Kyle Buckingham auf einem Look: Kyle hatte ebenfalls den Ekoi TT2 Helm, verglichen mit Patrick Lange ist sein Kopfposition deutlich erhöhter und weißt mehr Abstand zum Oberkörper auf.

 

Boris Stein, unterwegs auf einem Canyon Speedmax: Über Boris haben wir bereits in unserer Kona-Blogserie geschrieben und uns sind keine Veränderungen zu seiner guten Position vom letzten Jahr aufgefallen.

 

Pete Jacobs auf einer BMC Timemachine: Pete wählte ebenfalls einen Aero-Straßenhelm. Pete’s Kopf sticht etwas nach oben hinaus. In seinem Rahmendreieck war eine sich auf die Aerodynamik neutral verhaltende Aeroflasche angebracht.

 

Matt Hanson, unterwegs auf einem Quintana Roo. Matt entschied sich für den neuen Giro Factor Radschuh, welcher durch sein Schnürsystem keine Klett- oder Boa Verschlüsse hat und extrem leicht und steif ist. Ein solcher Schuh verhält sich ähnlich positiv auf die Aerodynamik wie Überschuhe beim Zeitfahren. Die Trinkflaschen von Matt sind gut angebracht, eine weitere Verbesserung wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit ein abknickbarer Trinkhalm an der Aeroflasche im Lenker.