Im letzten Teil unser Betrachtung der aerodynamischen Entscheidungen bzgl. Equipment und Sitzpositionen bei der IRONMAN Weltmeisterschaft, widmen wir uns den restlichen Profi Männern.

 

Hier die Bilder zum Vergleich.

 

Lionel Sanders, Garneau Gennix TR1: Lionel hatten wir bereits im Vorfeld der IRONMAN Weltmeisterschaft betrachtet. Zur WM bekam er noch ein neulackiertes Garneau, diesmal mit Aerobox im Rahmen. An seiner Ausrüstung zum Vorjahr hat er nicht viel verändert und auch wieder den Aero Pouch und den Garneau P-09 Aerohelm verwendet. Lionel’s Position gefällt uns besser als im letzten Jahr und wir werden zeitnah nochmal eine genauere Berechnung von ihm machen.

 

Brent McMahon, Quintana Roo PRSix: Brent nutzte den neuen Oakley Aro Helm; seine Kopfhaltung hätte etwas tiefer sein können. Er nutzte zwei Aeroflaschen in seinem Cockpit, eine Standardflasche am Sattel und eine Standardflasche im Rahmendreieck. Eine weitere Aeroflasche anstelle der Standardflasche im Rahmen hätte ihm ein paar Watt einsparen können.

 

Ivan Tutukin, Argon18 E-119: Igor hatte ein KISS Setup mit einer Aeroflasche im Rahmen und einer Aeroflasche an den Aerobars. Er entschied sich für einen Aerorennradhelm von Kask. Auf dem Bild ist seine Kopfposition leicht erhöht und steht im Wind.

 

Cyril Viennot, Scott Plasma 5: Cyrill trug einen Scott Aerohelm der gut mit seinem Oberkörper abschließt. Eine etwas tiefere Kopfposition könnte weitere Watt einsparen, müsste jedoch bei ihm getestet werden. Gleiches gilt für die Positionierung seiner hinteren Trinkflasche.

Michael Weiss, Diamond Back: Michael nutzte ein sehr individuelles Sattelflaschenhaltersystem inklusive Toolbox. Zur Fixierung der Flaschen nutzte er zwei Gummibänder. Er wählte einen neuen Giro Vanquish als aerodynamischen Straßenhelm und hatte eine gute Kopfposition. Bei den Schuhen entschied er sich mit dem Factor von Giro für einen Schnürschuh.

 

Marko Albert, Trek Speedconcept: Marko fuhr sein Trek mit der Aerobox im Rahmen. Er entschied sich zusätzlich zur Aeroflasche im Rahmen für eine weitere Standardflasche. Hier müsste man als Alternative überprüfen, ob eine Flasche am Sattel eventuell vorteilhafter wäre. Bei der Helmauswahl entschied er sich für einen aerodynamischen Straßenhelm.

 

Alessandro Degasperi, Ceepo Viper-R : Alessandro fuhr ein identisches Standard Setup wie andere Ceepo Fahrer, mit einer großen Aeroflasche am Lenker und der Toolbox am Rahmen. Im Rahmendreieck hatte er zwei Aeroflaschen und zusätzlich zwei weitere am Sattel. Somit hatte er ein deutlich höheres Systemgewicht. Der neue Ekoi Helm könnte durch eine tiefere Kopfposition gemäß unserer Erfahrung von Vorteil sein.

 

Igor Amorelli, Argon18 E-119: Bei Igor finden wir den Abstand zwischen Helm und Oberkörper ein bisschen groß. Dieser könnte durch das Shouldershrink verringert werden. Durch die Bauweise seines Ceepo sind die Flaschen am Sattle von der Höhe fix.

 

Thiago Vonhal, Trek Speedconcept: Thiago fuhr in einem Trisuit ohne Ärmel. Gemäß unserer Testergebnisse ist ein Anzug mit Ärmeln in 90 % der Fälle die schnellere Wahl. Er entschied sich für einen Kask Bambino, jedoch ohne Visier.

 

David Plese, Scott Plasma: David nutzte den Casco Speeairo Helm welcher gut zu seiner guten Position passt. David hatte keine vordere Aeroflasche und entschied sich ebenfalls für eine Standardflasche im Rahmendreieck.

 

Marc Duelsen, Canyon Speedmax: Marc wählte einen Uvex Race Aeroroadhelm. Seine Kopfposition war etwas hoch. Marc’s Speedmax war vom Setup ähnlich das der anderen Canyonfahrer.

 

Harry Wiltshire, Reap: Harry hatte einen aerodynamischen Rennradhelm und hätte eine etwas tiefere Kopfposition nutzen können. An dieser Stelle möchten wir einmal kurz erwähnen, dass aus unserer Erfahrung eine tiefere Kopfposition von aerodynamischem Vorteil ist. Jedoch musst du die Position auch lange ruhig halten können. Je öfter man die Position verlässt, desto schlechter ist das für die Aerodynamik.

 

Jan van Berkel, Scott Plasma 5: Jan hatte einen Scott Rennradhelm um eine gute Belüftung sicher zu stellen. Auf einem der Bilder ist bei Jan eine flatternde Startnummer zu sehen, eine Kleinigkeit die über 180 km auch Leistung kostet. Er entschied sich ebenfalls für sehr lange Trinkflaschen.

 

Ivan Rana, MMR Blade: Ivan nutzte den Ekoi TT2 Helm und entschied sich für einen Triathloneinteiler ohne Ärmel. Eine Alternative zu dieser Entscheidung wäre die Option die Lionel Sanders gewählt hatte. Letztes Jahr war Lionel auch im ärmellosen Einteiler unterwegs und entschied sich dieses Jahr für einen Anzug mit Ärmeln, aerodynamisch sinnvoll, um dann vor dem Lauf in ein luftigeres Outfit zu wechseln. Ivan hatte zwei Aeroflaschen im Rahmendreieck.

 

Reinaldo Colucci, Scott Plasma: Reinaldo entschied sich ebenfalls gegen eine Aerohelm und auch seine Kopfhaltung hätte tiefer sein können. Am Sattel entschied er sich für den Aero Pouch und im Rahmen gegen eine Aeroflasche.

 

Patrick Evoe, Blue: Patrick nutzte wie Lionel Sanders den Garneau PR-09 Aerohelm welcher gut bei ihm abschließt.

 

Cameron Wurf, Pinarello: Cameron, als ehemaliger Radprofi, setzte den neuen Radstreckenrekord für Kona. Er entschied sich für einen Aerohelm ohne Visier. Den Aero Pouch brachte Cameron näher am Sattel an als die anderen Nutzer dieser Halterung. Eine Aeroflasche im Rahmen hätte sich auf die Aerodynamik wahrscheinlich noch besser ausgewirkt.

 

Daniel Fontana, Kuota KTZero5: Daniel entschied sich für einen Aerohelm, welcher bei etwas niedrigerer Kopfhaltung noch besser abgeschlossen hätte. Bei seiner Flaschenwahl entschied er sich für die Aufnahme von Standardflaschen in seine Lenkerhalterung.

 

Jesse Thomas, Diamond: Auffällig bei Jesse war, dass er einen aerodynamischen Rennradhelm ohne Visier und ohne Brille nutzte. Jesse war einer der wenigen mit zwei Trinkflaschen am Lenker, welche er auch 2016 nutzte.

 

Markus Fachbach, Canyon Speedmax: Markus nutzte eine sehr kleine Aeroflasche vorne. Er entschied sich für einen Straßenrennradhelm mit Sonnenbrille.

 

Giulio Molinari, Argon18 E-119: Giulio entschied sich für einen Triathloneinteiler ohne Ärmel und den neuen Kask Mistral Aerohelm. Bei seinem Setup wählte er zwei Aeroflaschen im Rahmen und am Lenker sowie die Befestigung des E-119 am Sattel. Bei Giulio fällt die Anbringung der Rahmentasche an der Sattelstütze auf.

 

Dennis Chevrot, Look 796 Monoblade : Dennis trug den Giro Aerohead, welcher trotz seines Designs als Aerohelm eine gute Belüftung und ein sehr gutes Sichtfeld sicherstellt. Auch er nutzte den Aero Pouch. Was bei Dennis auffällt ist die Anbringung der Gels am Lenker.

 

Michael Fox, Giant Trinity: Michael nutzte den Met Drone Wide Body, ein Helm der in unseren aeroTESTs bei verschiedenen Personen meist gut abschnitt. Seine Kopfposition war gut und der Helm schloss sehr gut mit dem Oberkörper ab. Michael hatte eine Aeroflasche im Rahmen und eine am Sattel positioniert. Ein abknickbarer Trinkhalm wäre eine weitere Optimierung gewesen.

 

Chris McDonald, Quintano Roo PRSix: Chris wählte einen Kask Aerohelm ohne Visier. Der Übergang zwischen Kopf und Oberkörper ist bei Chris gut. Auch er hatte zwei Flaschen vorne am Aerolenker befestigt.

 

Eneko Lanos, BH: Eneko’s Wahl war ein sehr langer Spiuk Aerohelm ohne Visier. Er fuhr mit Sonnenbrille. Bei Eneko schloss der Helm gut mit seinem Oberkörper ab.