Heute widmen wir uns den Profidamen in Kona. Sieh dir das Equipment, die unterschiedliche Positionierung von Wasserflaschen und aerodynamische Sitzpositionen an.

 

Hier noch einmal der Link zu den Bildern: www.tririg.com

 

Daniela Ryf, auf einem Felt IA: Daniela‘s Flasche am Sattel war etwas erhöht was sich bei unseren Tests in 4 von 5 Fällen aerodynamisch nachteilig auswirkt. Im Rahmendreieck ihres Felt war eine Aeroflasche angebracht, welche meist neutral auf die Aerodynamik wirkt. Was sehr gut bei Daniela auffällt, ist der perfekte Abschluss ihres Aerohelmes mit ihrem Oberkörper; in dessen Kombination sie eine normale Sonnenbrille statt eines Visiers verwendete. Ein abknickbarer Strohhalm hätte noch eine aerodynamische Verbesserung bringen können.

 

Sarah Crowley, auf einem Canyon Speedmax: Sie trug einen Rudy Project Wing 57 der gut abschließt. Unsere aeroTESTs haben häufig ergeben, dass ein tieferer Kopf einen geringeren Luftwiderstand bewirkt. Ähnlich wie bei Daniela war Sarah’s Flasche am Sattel etwas hoch angebracht.

 

Anja Beranek, auf einem Kuota KTZero5: Anja hatte leider einen nicht so guten Tag erwischt, was man auf dem Bild in ihrem Gesicht erkennen kann. In unserem letzten Blog vor Kona hatten wir bereits über ihre Position geschrieben. Anja war aerodynamisch voll optimiert und wir sind uns sicher, dass sie im nächsten Jahr neu angreift.

 

Kaisa Sali, auf einem Felt IA: Kaisa’s Felt war wie Daniela’s auch mit einer Aeroflasche im Rahmendreieck ausgestattet. Ihre hintere Trinkflasche war etwas tiefer positioniert. Kaisa trug auch einen Rudy Project Wing 57 mit Visier, der zwar gut abschließt, jedoch durch ihre Kopfhaltung etwas erhöht ist.

 

Heather Jackson, auf einem Cannondale Slice Hi-Mod: Heather hatte im Rahmen zwei normale Trinkflaschen untergebracht um ausreichend mit Flüssigkeit versorgt zu sein. Eine Platzierung im aerodynamischen Schatten hinter ihrem Körper würde ihren CdA-Wert wahrscheinlich verbessern. Ebenfalls könnte ein abknickbarer Strohhalm bei der vorderen Trinkflasche vorteilhaft sein. Auch bei ihr war die Kopfposition etwas erhöht. Sie trug einen Rudy Project Wing 57 ohne Visier um die gute Belüftung weiter zu verbessern.

 

Michelle Vesterby, auf einem Cannondale Slice Hi-Mod: Michelle trug den neuen Kask Aerohelm. Bei ihr war eine stark positive Neigung der Aerobars erkennbar, welches uns beim IRONMAN Barcelona bei Antony Costes bereits aufgefallen ist; dies werden in den nächsten Wochen untersuchen und dir darüber berichten. Michelles Aeroflasche am Lenker war sehr tief positioniert.

 

Sarah Cheetham, auf einem Cervelo P5x: Sarah trug einen kurzen Ekoi TT2 Helm und hielt ihren Kopf tief, was sich in 4 aus 5 Fällen aerodynamisch gut auswirkt. Ihre Armhaltung war enger, welches wir ebenfalls bei 4 von 5 Athleten als vorteilhaft testen.

 

Michaela Herlbauer blieb landestreu und fuhr ein Airstreem: Michaela entschied sich gegen die Platzierung einer Flasche am Sattel und hatte statt dessen eine Aeroflasche im Rahmendreieck und eine Standardflasche platziert. Ihre Aeroflasche am Lenker war sehr hoch positioniert.

 

Linsey Corbin, auf einem Trek Speedconcept: Linsey entschied sich im Rahmen und am Lenker gegen Aeroflaschen. Sie trug einen Aero Straßenhelm um für mehr Belüftung zu sorgen, jedoch war ihre Kopfposition sehr hoch.

 

Leanda Cave, auf einem Ventum: Leanda ist eine der größeren Athletinnen. Bei ihr fiel uns auf, dass sie einen Kask Helm ohne Visier fuhr. Eine etwas tiefere Kopfposition hätte ihre Aerodynamik wahrscheinlich etwas verbessert.