Hallo, mein Name ist Bernd und ich mache seit knapp 15 Jahren Triathlon. Mit über 40 Aerotesttagen in knapp drei Monaten bin ich einer der aktivsten Athleten der #aerocommunity und möchte euch in meinem Blog über meine Erfahrungen, Rückschläge aber auch Erfolge mit den Dienstleistungen von Aerotune berichten. Aber eins kann ich vor wegnehmen, es hat sich gelohnt! Meine Aerodynamik hat sich nur durch einfachste Veränderungen am Rad, Position der Flaschen, passenden Helm oder Laufräder so stark verbessert das ich auf der 180km Ironman Distanz sage und schreibe über 20min schneller fahre und das bei gleichem Fitnesszustand.

Radfahren war schon immer meine stärkste Disziplin und gerade dem Zeitfahren im Triathlon, dem Kampf alleine gegen die Uhr und den Wind gilt meine ganze Leidenschaft. Ich habe mich wie wahrscheinlich ganz viele Triathleten schon immer um Aerodynamik bemüht. Bemüht deshalb, weil das Material gekauft wurde, was ich selbst als aerodynamisch gut oder besser bewertet habe, ohne objektiv sagen zu können, ob es das auch wirklich ist. Als Maßstab nahm ich Tests, die ich gelesen hatte oder was aerodynamisch und einfach cool aussah. Da ich aber nie selbst Tests gemacht habe, konnte ich nicht objektiv beurteilen, ob mich das Material wirklich schneller gemacht hat oder nicht. Oftmals sind die Verbesserungen ja so gering, dass es einfach schwierig ist eine Aussage zu treffen, ob es sich wirklich um eine Verbesserung handelt oder nicht. Wie oft haben wir alle wahrscheinlich schon gedacht, dass aufgrund des Fahrgeräusches ein Laufrad einfach schnell sein muss und wenn das subjektive Gefühl einem das beim Fahren auch noch bestätigt, ist es manchmal einfach schwer sich einzugestehen, dass es das nicht. Dank der Hilfe des aeroTESTs musste ich mir das aber bei vielen Sachen selbst eingestehen, zum Glück für mich.

Das erste Mal bin ich vor ca. anderthalb Jahren durch einen Bericht bei triathlon-szene.de auf Aerotune aufmerksam geworden und war sofort begeistert. Zu dem Zeitpunkt befand sich Aerotune noch in der Entstehungsphase und die Idee, einen Aerotest bei sich vor der Haustür durchführen zu können, noch in die Tat umgesetzt wurde. Ich wollte schon immer einen Aerotest auf der Bahn oder im Windkanal durchführen, um meine Aerodynamik zu testen, doch der zeitliche und finanzielle Aufwand für solche Tests erschien mit zu hoch und hielt mich davon ab. Doch von der Möglichkeit, einen solchen Test vor der eigenen Haustür zu jeder Zeit zu machen, war ich sofort Feuer und Flamme.

Die Möglichkeit, die Aerotune bietet, ist hier einfach genial. Ich kann kostengünstig, mit geringem zeitlichem Aufwand einen Test durchführen. Ich bin flexibel ,dann zu testen, wann ich Zeit habe und habe somit die Möglichkeit mein aerodynamisches Potential ganz umfänglich auszuschöpfen. So lange testen zu können, bis ich für mich das beste Setup mit Position und Material gefunden habe, ist unbezahlbar. Bei Tests auf der Bahn oder im Windkanal ist man zeitlich limitiert, weil dort Zeit Geld kostet. Man schafft es meiner Meinung nach auch nicht an einem Tag dort das Optimum herauszufinden. Das Gleiche gilt natürlich auch bei den Tests mit Aerotune, wie ich am Anfang geschrieben habe, waren es bei mir ca. 40 Testtage.

Der Vorteil für mich ist, dass ich so oft testen kann wie ich will oder es nötig ist, um das Optimum zu finden und ich selber mit dem Ergebnis zufrieden bin. Einige meiner Tests habe ich mal schnell nebenbei gemacht. Wenn ein Trainingspartner neue Laufräder hat? Her damit! Du packst einfach noch dein eigenes Material ein oder ihr testet gleich gemeinsam und könnt innerhalb kürzester Zeit ermitteln, ob es sich gelohnt hat Geld für neues Material zu investieren oder nicht. Denn dank dem aeroTEST kann jeder sofort alles an Aeromaterial objektiv bewerten und damit feststellen, ob es nicht nur schnell aussieht, sondern für einen selbst auch funktioniert. Vor allem weil Aerodynamik immer individuell ist, das habe ich zwar auch anfänglich nicht so geglaubt, aber leider ist es die Wahrheit. Denn was bei dem einen funktioniert, muss nicht bei einem selbst funktionieren. Man kann dann für selbst entscheiden, ob bei Verbesserungen einem die Investition wert ist. Das ist bares Geld.

Vor der Zeit mit Aerotune hatte ich meine ersten Erfahrungen durch klassische Feldtests gesammelt, d.h. das Messen der Geschwindigkeit bei konstanter Leistung beim mehrmaligen Hin- und Herfahren. Das war aus dem Grund nicht schlecht, weil ich dadurch ein Gefühl dafür bekam wie solche Tests funktionieren. Hier hatte ich dann bei mehreren Tests mein komplettes Material getestet. Damals bin ich bereits auch schon mehrere Durchläufe pro Setup gefahren und habe dann die Ergebnisse gemittelt. Hierbei konnte ich große Veränderung gut erkennen, wie z.B. den Vergleich zwischen Straßenhelm und Zeitfahrhelm. Aber sobald es dann etwas genauer wurde und das Equipment sehr nah beieinander lag, war es eigentlich nicht mehr möglich eine valide Aussage zu treffen. Hier merkte ich schnell, dass so ein Feldtest für den Anfang nicht schlecht ist, aber schnell an seine Grenzen stößt. Somit war mir klar, dass ich es mit dem aeroTEST von Aerotune versuchen wollte.

Am Anfang stand ich der Sache natürlich auch etwas skeptisch gegenüber, vor allem ob die Plattform auch das hält was sie verspricht. Daher wollte ich das Ganze erstmal testen und habe nur ein Monats Abo abgeschlossen. Die Möglichkeit zu haben, für kleines Geld erstmal unverbindlich zu testen, fand ich persönlich sehr gut. Aerotune bietet das Ganze auch kostenlos an. Ich war aber schnell überzeugt und habe nach dem Ende des ersten Monats dann auch gleich das Ticket für ein weiteres Jahr gelöst.

Durch die Erfahrungen mit meinen eigenen Feldtests hatte ich schon eine grobe Vorstellung wie ich vorgehen wollte und die Vorbereitungen somit waren schnell erledigt. Für den Einstieg plante ich erst mal mit meinen Anzügen und Helmen anzufangen und erst danach eine veränderte Position auszuprobieren und zu testen. Nach ein paar Jahren Triathlon kommt da ja meist schon das ein oder andere an Material zusammen und ich musste mir erstmal kein Material von Freunden leihen. Meine Referenz habe ich mit einem ganz normalen Radtrikot und -hose gesetzt und wollte mich dann Schritt für Schritt dem besseren Material nähern.

Meine erste Hürde war aber erst mal eine geeignete Strecke zu finden, die die beiden Kriterien möglichst flach und wenig Wind erfüllt, um einen validen Test durchführen zu können. Zudem sollte die Strecke in der näheren Umgebung sein, damit sich auch der zeitliche und logistische Aufwand in Grenzen hält und bei mehreren Tests auch praktikabel ist. Meine Wahl fiel auf die Strecke, die ich bei meinen Feldtests bereits genutzt hatte, was mir auch einen Vergleich zu den von mir bereits durchgeführten Feldtests ermöglichte.

Als technisches Equipment hatte ich zu Beginn nur meinen Wattmesser und ein Garmin Gerät, das die Daten aufzeichnete. Da ich zu diesem Zeitpunkt auch nur ein älteres Garmin Gerät hatte, was leider nicht mit der aeroAPP kompatibel ist, habe ich die Daten dann nach den Tests immer manuell auf die Plattform aeroDATA hochladen müssen. Nachdem ich einige Tests absolviert hatte und ich von dem Mehrwert von Aerotune vollständig überzeugt war, investierte ich in ein neueres mit der aeroAPP kompatibeles Model.

Im nächsten Teil berichte ich über meine Erfahrungen mit meiner Teststrecke und die aeroAPP.