Am Samstag, den 10. Juni haben wir unseren ersten aeroTEST Day erfolgreich und mit großen Zeitersparnissen für unsere Athleten durchgeführt. Für einen festen Betrag konnten unsere Sportler innerhalb von vier Stunden so viele aeroTESTs durchführen wie sie wollten. Wir hatten eine gute Resonanz, mussten das Event aber leider noch kurzfristig aufgrund des Wetters um einen Tag verschieben. Es waren fünf Tester vor Ort, welche fleißig verschiedene Materialien als auch Veränderungen an ihrem Set-up und an ihrer Sitzposition getestet haben. Unser CEO Sebastian hat sich persönlich um die Auswertung vor Ort gekümmert, sodass Veränderungen des Windwiderstandes (cwa) sofort ersichtlich waren.

Es war ein spannender Tag, welcher unseren Testern einige Minuten Zeitersparnis und neue Erkenntnisse gebracht hat.

Wir konnten die folgenden Gesamtersparnisse bei den jeweiligen Athleten bezogen auf den spezifizierten Wettkampf erreichen:

Lea: Ersparnis von 01:47 Min. auf der 39,2 km langen Zeitfahrstrecke in Schwesing – lediglich durch Veränderungen der Positionierung von Trinkflaschen
Hanna: Ersparnis von 00:45 Min. auf der 31 km langen Zeitfahrstrecke der Deutschen Meisterschaften im Straßenradsport 2017
Sören: Ersparnis von 0:24:21 Min. auf der 180 km langen Radstrecke des Ostseeman
Björn: Ersparnis von 21:39 Min. auf der 180 km langen Radstrecke des Ironman Kalmar
Jan: Ersparnis von 02:41 Min. auf der 90 km langen Radstrecke des Ostseeman 113 Damp

Hier findest du die Auswertung von Lea. Sie ist erstmals mit einer Wattmessung gefahren. Das konstante Halten der gleichen Leistung ist nicht einfach und bedarf ein wenig Übung. Der kleine Unterschied der ersten beiden Standard-Messungen bei gleichem Set-up ist demzufolge aber akzeptabel (Set-up 1: 0.261 m2; Set-up 2: 0.258 m2).

Lea hat ihren Testfokus zunächst auf die Positionierung ihrer Trinkflaschen gelegt. Es zeigt sich, dass sich eine Flaschenhalterung im Rahmen nachteilig auf die prognostizierte Gesamtzeit (Set-up 3: 35 Sekunden) auswirkt. Den besten Windwiderstandswert (Set-up 6: 0.239 m2) erreicht Lea komplett ohne Flaschen an ihrem Fahrrad. Für ein Zeitfahren ist diese Umsetzung realistisch, für einen Triathlon aber nicht. Demzufolge stellt Set-up 4 das zu empfehlende Ergebnis für einen Triathlon dar, mit einem Windwiderstandswert von 0,24 m2, bestehend aus einer Aero-Trinkflasche im Rahmen und keinem Getränkehalter hinter dem Sattel. Die Aeroflasche im Rahmendreieck hat eine bessere aerodynamische Wirkung als die Aeroflasche vorne am Lenker (Set-up 5: 0,25 m2). Je nach Set-up, ausgerichtet auf einen Triathlon oder ein Zeitfahren, sind die Daten individuell immer unterschiedlich und müssten entsprechend als Gesamt Set-up getestet werden.

Lea hat zusätzlich noch ihren Aerohelm (Bell Javeline) mit einem Standard Rennradhelm verglichen. Es wundert nicht, dass der Rennradhelm gegenüber ihrem Aerohelm einen geringen zeitlichen Nachteil (Set-up 7: 15 Sekunden) bringt. Auf wie viele Sekunden oder Minuten sich dieser zeitliche Nachteil beläuft, ist besonders bei Hitzerennen interessant. Bei solchen ist der Aerohelm durch die i.d.R. schlechtere Belüftung und die damit einhergehende Erhöhung der Kerntemperatur nicht immer vorteilhaft. Mit Testdaten lassen sich physische Vorteile mit zeitlichen Nachteilen reell vergleichen.

Wir freuen uns darauf, dass Lea demnächst noch ihre Wettkampfanzüge auf deren aerodynamische Wirkung mit unserem aeroTEST vergleichen möchte.

Wir sind sehr zufrieden mit dem ersten offiziellen aeroTEST Day und werden demnächst weitere Events dieser Art anbieten.