Während der beiden Wochen im Triathlon Trainingslager auf Fuerteventura hatte ich die Möglichkeit viel auszuprobieren. Da ich mit erfahrenen Leuten unterwegs war, wurde ich auch gestoppt, gemaßregelt, gerügt, belächelt und ab und zu gelobt. Ganz so dramatisch war es nun aber auch wieder nicht. Eines der Highlights waren die verschiedenen Gespräche mit Profi-Athleten und Coaches.

Letztes Jahr habe ich versucht mir viel abzuschauen und habe mich nicht getraut Fragen zu stellen, weil ich weit entfernt von “gut” bin. Diesmal war alles anders. Durch die Gespräche und auch Interviews mit Thomas Hellriegel und Anja Beranek rund um das Thema Triathlon, IronMan und Aerodynamik habe ich mir überlegt: Wieso nicht einfach die Tipps von den Profis für mich als absoluten Beginner abstauben und im Selbsttest ausprobieren.

Eine Sache sollte dabei aber erst einmal keine Rolle spielen: Die Haare an den Beinen. Ok, das weiß ja jedes Kind und jeder Radfahrer schaut eher abschätzig an dir herunter, wenn der wärmende Pelz das Beinchen schmückt – ich weiß, ich weiß. Und es ist strategisch ungünstig, das erste Interview mit der schnellsten deutschen IronFrau zu führen und sie um aerodynamische Tipps zu bitten.

Hier ist Anja Beraneks Tipp für mich:
“Wenn du ein richtiger Triathlet sein möchtest, dann müssen die Haare ab!”

Nach langem Verhandeln war letzten Endes die Aussicht auf eine Radausfahrt mit ihr und Thomas Hellriegel das stechende Argument. Also haben wir eine kleine Zeremonie veranstaltet, um uns mit einem letzten Beinhaar-Selfie von der männlichen Pracht zu verabschieden. Zack! – die Transformation zum Triathlet tat nicht mal weh. Jetzt dürfen wir uns alle 10 Watt schneller fühlen!

Der aeroTEST kommt auf die Liste, um die Beinhaarthese im Selbsttest zu validieren.

Geschmeidig glatte Grüße, Sebastian.