In unserem letzten Blog der aeroCAST Serie wollen wir wieder dahin zurück, womit wir angefangen haben und schauen uns an, wie dir aeroCAST mit den Ergebnissen aus dem aeroTEST helfen kann. Im ersten Blog haben wir erwähnt wie aeroCAST dich bei der Vorbereitung auf dein nächstes Rennen unterstützen kann. Unser Tool kannst du für de Bestimmung deiner Renntaktik im späteren Saisonverlauf nutzen, aber auch, um zu entscheiden, welches Rennen du in der nächsten Saison bestreiten möchtest. Aber denke daran, dass du entscheidest und aeroCAST dich nur dabei unterstützen kann.

In unserem Beispiel ist das Ziel eine Ironmandistanz unter 9 Stunden zu absolvieren. Dies ist ein sehr ambitioniertes Ziel, welches wir ausgewählt haben, um dir den Prozess zu erläutern. Wir werden den realen CdA Wert von 0,244 m² oder 24,4 aeroPOINTS benutzen, den wir duch das aeroFITTING mit dem aeroTEST ermittelt haben. Im zweiten Schritt schauen wir nach passenden Rennen, in unserem Beispiel betrachten wir die Challenge Venedig, Challenge Roth und Ironman Hamburg. Wir haben den Ironman Hamburg auch ausgewählt, um aeroCAST für eine mögliche Qualifikation für die Ironman World Championchips zu nutzen. Zusätzlich haben wir auch ein Ironman 70.3 Rennen in das Portfolio aufgenommen, um die Ergebnisse für eine Mitteldistanz zu zeigen und da dies gut in die Vorbereitungen für die Challenge Roth und den Ironman Hamburg passen würde.

Im dritten Schritt befassen wir uns mit der Datensammlung. Bei den Wetterdaten haben wir uns die letzten 3 Jahre der von uns ausgewählten Rennen angeschaut, um ein möglichst brauchbare Tendenz zu erhalten. Drei festgesetzte Konstanten in unserem Senario werden das Schwimmen, das Laufen und die Wechsel sein. Wir legen das Schwimmen mit 57 min, das Laufen mit 3:20 h für einen flachen Kurs und die Wechsel mit zusammen 5 min fest. Natürlich werden wir bei der langen Wechselzone in Hamburg etwas mehr Zeit benötigen und die neue Laufstrecke in Roth ist auch herausfordernder geworden, aber für dieses hypothetische Senario nehmen wir das als gegeben hin. Zusammengerechnet kommen wir auf eine Zeit von 4:32 h als gegebene Konstante. Somit verbleiben noch 4:27 h für den Radkurs.

Unten kannst du die Tabelle für die 3 Rennen sehen.

Entsprechend der Tabelle würde bei der Challenge Roth unter den gegebenen Umständen in allen drei Beispielen, das Ziel unter 9 h zu finishen, verfehlt werden. Allerdings bei dem Zweiten nur knapp um 38 Sek. Beim Ironman Hamburg wäre dies unter den gegebenen Umständen unmöglich gewesen. Nur bei der Callenge Venedig besteht die Möglichkeit dies in beiden Beispielen zu erreichen. Also wäre dieses Rennen die beste Option für nächstes Jahr, um unser Ziel zu erreichen. Wie auch immer, in allen Beispielen hat die Optimierung des Windwiderstandes in einen Zeitbonus von über 8 min ohne zusätzliches Training geführt.

Da wir ein grosser Fan von Hamburg sind und das Rennen ein grosser Erfolg war, schauen wir uns dieses nochmal detaillierter an. Die errechnetet Zielzeit war 9:14:22 min. Unten kannst du die entsprechenden Leistungs- und CdA-Grafik sehen.

Wir zeigen dir dies auch, weil wir jetzt über das Equipment nachdenken können. Bei einer Endzeit von 9:14:22 wäre in allen Altergruppen M35-39 und drüber ein Slot für Hawaii möglich gewesen. Nur in der AK M30-34 wäre die Zeit um 1:04 min verfehlt worden. Um den Slot trotzdem zu bekommen, wäre mehr Training oder eine Verbesserung des CdA Wertes nötig, wenn die Qualifikation das Ziel gewesen wäre.

Die gleiche Berechnung kann für ein Ironman 70.3 vorgenommen werden. Dies zeigen wir dir exemplarisch am Rennen Ironman 70.3 Kraichgau.

Wie du in der Tabelle sehen kannst, wäre in allen 3 Jahren eine Verbesserung der Radzeit von 5 min möglich gewesen. Und dies alles ohne mehr Trainingsaufwand.

Wir haben dir diese Grafik für Ironmandistanzen bereits in den letzten Blogs gezeigt. Es dient dazu, dir den Benefit, den du durch Verbesserung der Aerodynamik erhalten kannst, nochmals zu zeigen.

In den letzten 6 Wochen haben wir dir gezeigt, wie du unsere Tools aeroCAST und aeroTEST nutzen kannst, um deine Performance zu verbessern, ohne Geld in neues Equipment investieren zu müssen. Daher haben wir bisher nur über die Optimierung der Sitzposition gesporchen . In der nächsten Blogsserie werden wir einen genaueren Blick auf verschiedene Komponenten und ihren Einfluss auf den Windwiderstand werfen.