Letztes Jahr 2016, da sah meine Welt noch ganz unaerodynamisch aus. Verrückt, wenn ich jetzt zurück blicke. Das war ein spannender Weg, sich das Wissen dazu anzueignen. Hier möchte ich meine ersten Schritte mit euch teilen.

Als Warnung für alle Profis und ambitionierte Sportskanonen: meine Erfahrungen und Gedanken amüsieren euch vermutlich.

Ich für meinen Teil hatte bisher viel Spaß dabei. Zuerst einmal wusste ich schon seit mehreren Jahren, dass eine Watt-Messung das A und O ist. Ohne Watt – was bleibt einem da schon? Training steuern und Daten erfassen mit einem Brustgurt, einer Waage und dem guten Gefühl in den Beinen? Eine romantisch-minimalistische Vorstellung – die mir vermutlich bei 180 km auf dem Rad nicht wirklich weiterhilft. Mein bisheriges Equipment, um mich selbst zu vermessen, bestand aus einem smarten Telefon und manchmal einem Brustgurt – ab und zu habe ich auch mal das Gewicht gemessen. Ok, reden wir nicht weiter darüber.

Ende letzten Jahres hat sich alles geändert. Die Entscheidung den IronMan Frankfurt absolvieren zu wollen und AEROTUNE haben den Prozess des „Augen Öffnens“ dramatisch beschleunigt. Was passiert also, wenn die Motivation hoch ist, die Bereitschaft da und das Ziel (Wunsch) einen überwältigt? Richtig – man gibt Geld aus.

Damit ich mein Telefon nicht immer mitschleppen muss, habe ich mir eine Uhr gekauft.

Und damit mein Fahrrad mit mir und meiner Uhr sprechen kann, gab es vom Weihnachtsmann/frau die passende Watt-Messung.

Im ersten Moment war das ganz schön viel auf einmal. Ich kannte weder die Parameter, die so ein Teil erfasst im Detail, noch habe ich einen Plan, wie ich mit den Messwerten umgehen kann. Mit anderen Worten – dieser Impulskauf bringt mir erst einmal gar nichts. Man sollte schon wissen, was damit erreicht werden soll.

Da sich im Triathlon alle möglichen Leute, zumindest wenn es ums Radfahren geht, meist nur über eins unterhalten – WATT – wollte ich dort natürlich auch mitreden. Ich habe also die Geräte brav eingerichtet und meine Watt-Zahlen erfasst. (mein Garmin-Connect Nutzername ist: aeroSEB – für alle, die mit mir gern sportlich befreundet sein wollen)

Immerhin weiß ich jetzt, in welchen Bereichen ich ganz entspannt mehrere Stunden treten kann, wie ich gezielt ein paar Intervalle einsetze, um mich kontinuierlich zu verbessern und wie doll ich in der Spitze treten kann.

Ich weiß, das klingt für manche von euch trotzdem noch sehr hemdsärmlig. An dieser Stelle möchte ich noch das Buch „Wattmessung im Radsport und Triathlon“ empfehlen. Hier lese ich jede Woche ein paar Seiten um mein Wissen weiter aufzubauen. Denn mal ehrlich – dieser ganze Sport ist ein Fass ohne Boden und genau das macht ja auch die Faszination aus.

Viel Spaß beim Training und bis bald.